Brinkumer Schulimkerei AG

 

Allgemeines über unsere Honigbienen

Unsere westeuropäischen Honigbienen leben in Völkern mit einer Königin, die alleinig für den Nachwuchs zuständig ist. Im Sommer kann ein Volk aus bis zu 50.000 Bienen bestehen, der Großteil davon sind Arbeiterinnen, die altersabhängig ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen: sie füttern den Bienennachwuchs, bauen mit selbstproduziertem Wachs neue Waben, stehen am Flugloch Wache oder sammeln als fleißige Bienchen in der Umgebung u.a. den wertvollen Nektar und Pollen.

Im Laufe des Sommers stellen die Honigbienen große Mengen an Honig her, einen Teil davon kann der Imker entnehmen. Seit vielen Jahren nutzt der Imker für die leichtere Führung seiner Völker sogenannte Bienenbeuten. Diese Behausungen bestehen heutzutage meist aus Holz oder Styropor; Bienenkörbe aus Stroh sind mittlerweile selten. Die Bienen bauen aus eigenem Wachs ihre Waben in der außergewöhnlichen, sechseckigen Struktur, in denen sie nicht nur ihren Nachwuchs großziehen, sondern auch ihren Honig und Pollen lagern. Um die Pflege der Bienenvölker und die Entnahme des Honigs für den Imker einfacher zu machen, wurden „Rähmchen“ entwickelt. In diese Holzrahmen können Wachsplatten oder -streifen mit vorgeprägtem Wabenmuster eingebracht werden, die die Bienen dann weiter ausbauen. Der Vorteil ist, dass diese Rähmchen einzeln aus einer Bienenbeute herausgenommen und auch wieder hineingesetzt werden können, ohne den sonst stabilen Wabenbau eines Volkes zu zerstören.

Bereits im Spätsommer und Herbst werden die Völker vom Imker auf den Winter vorbereitet. Diesen verbringen Honigbienen ebenfalls als ganzes Volk. Es umfasst aber längst nicht mehr so viele Bienen wie im Hochsommer. Der Imker füttert die Bienen mit Zuckersirup, behandelt sie z.B. gegen die Varroamilbe – einem für unsere Honigbienen gefährlichen Parasiten – und stellt so die Weichen für gesunde Völker, die im nächsten Frühjahr wieder neu durchstarten können. Bis dahin verbringen die Bienen die kalte Zeit in Form einer Winterkugel, das heißt, dass die Bienen eng zusammen sitzen, während die äußeren Bienen mit ihrer Flugmuskulatur für ausreichende Wärme sorgen.

Wenn ihr mehr über Honigbienen erfahren wollt, dann meldet euch nach den Sommerferien für die AG an.

 

Beschreibung der AG Brinkumer Schulimkerei

Derzeit halten wir auf dem Schulgelände der KGS Stuhr-Brinkum drei Bienenvölker. Unsere Aufgabe besteht darin, die Völker gemeinsam durch das Bienenjahr zu begleiten. Dabei beobachten wir die engen Zusammenhänge mit der umgebenden Natur und führen direkt an den Bienenvölkern die notwendigen Pflegemaßnahmen durch, um unsere Honigbienen gesund und vital zu erhalten. Ein Höhepunkt des Jahres ist die Honigernte. In den Wintermonaten stellen wir Verschiedenes aus Bienenprodukten her, z.B. Lippenpflegestifte oder Kerzen. Außerdem widmen wir uns dem Schutz von Wildbienen, indem wir Hummelhäuser oder Insektenhotels bauen oder auch Wildblumenwiesen anlegen. Im Herbst und Winter verkaufen wir den leckeren Honig, den wir zuvor selbst abgefüllt haben. Grundlegende theoretische Kenntnisse zur Bienenhaltung werden ebenfalls vermittelt.

Bei der Brinkumer Schulimkerei sind Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge willkommen, die Listen für die AGs werden immer kurz nach den Sommerferien ausgehängt. Das direkte Arbeiten an den Bienenvölkern unter unserer Anleitung ist ausdrücklicher Teil der Aufgaben der Schülerinnen und Schüler. Wir arbeiten an friedfertigen Völkern und tragen dabei Schutzjacken und stichsichere Handschuhe; bei einer bekannten Allergie gegenüber Bienenstichen ist die Teilnahme an der AG jedoch leider nicht möglich.

 

Aktuelles

Nachdem unsere Honigbienen die kalten Wintermonate in einer wärmenden Wintertraube verbracht haben, konnten sie Anfang Februar die ersten wärmeren Temperaturen ausnutzen, um einen kleinen Rundflug zu unternehmen.

Leider hatte eines der beiden Völker im Winter seine Königin verloren, daher haben wir es mit dem verbliebenen Volk vereinigt. In die beiden anderen Beuten zogen im April zwei neue Völker ein.

Derzeit ist es eine unserer Aufgaben zu kontrollieren, ob sich noch ausreichend Futter in den Beuten befindet.

Die Honigräume werden nun von uns mit leeren Holzrähmchen aufgefüllt, damit die fleißigen Bienchen dort ihren Honig einlagern können, den wir voraussichtlich jeweils einmal im Frühjahr und Sommer ernten möchten.

Da das Wetter nun wärmer werden soll, wird sich die Anzahl der Bienen im Volk immer mehr steigern. Wenn es den Bienen in ihren Kisten zu eng werden sollte und sie sehr viel Pollen gesammelt haben, kann es passieren, dass sie schwärmen möchten. Das ist die natürliche Art der Vermehrung, allerdings versucht der Imker dem vorzubeugen, da entflogene Schwärme oft nicht wieder eingefangen werden können und die Restvölker dadurch geschwächt werden. Daher ist es unsere Aufgabe, den Bienen ausreichend Platz für neue Brut zu geben, damit es ihnen nicht zu eng wird.

 

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